Letztes Jahr noch im Trainingslager der Denver Broncos, diesen Sommer auf dem Rasen der TGS Walldorf – in seiner Football-Karriere hat John Tidwell schon einige Kilometer zurückgelegt. Am Mittwoch führte ihn seine Reise ins Training der Walldorf Wanderers. Derzeit spielt er bei den Footballern der Frankfurt Universe und war mit seinen Team-Kollegen David Giron, Silas Nacita (sein Vlog vom Training: Youtube), Sebastian Silva Gomez und Jaleel Awini zu Gast bei den Wanderers, um den Flagfootballern Tipps für bessere Technik und besseres Training zu geben. Die Besuche der Universe-Profis sind im dritten Jahr fast schon Tradition. Coach Carsten hat einen guten Draht zu den „Men in Purple“ und macht diese Trainings-Einheiten möglich. Für die Wanderers war es eine willkommene Gelegenheit im Endspurt der Saison der Deutschen Flag Football Liga (DFFL) nochmal eine Schippe drauf zu legen. Sechs Punkte sicherten sie sich am vergangenen Wochenende auf eigenem Platz. Nun steht noch ein Spieltag in Mainz an bevor der Einzug ins Finale unter Dach und Fach ist.

John Tidwell spielt in der Verteidigung als Cornerback. Nachdem er es bei den Denver Broncos 2016 ganz knapp am Ende des Trainingslagers nicht ins Team geschafft hatte, war es für ihn an der Zeit, sich neu zu orientieren. „Meine Großeltern wohnen in Maintal und haben mich noch nie spielen sehen“, erzählt er. Da kam das Angebot der Frankfurt Universe gerade recht. Den Wanderers zeigte er vor allem neue Techniken in der Mann-Deckung. „Das Wichtigste ist, immer vor dem Receiver zu bleiben und seine Bewegungen zu lesen“, erklärt Tidwell. Die Sache mit dem Ball komme dann fast von selbst.

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Hoch in der Luft: John Tidwell bei der Arbeit.
Foto: Carsten Wolf Photography

Für die Receiver der Walldorfer hatten sich die Universe-Passempfänger David Giron und Silas Nacita ein Programm einfallen lassen. „Routen richtig laufen steht vor dem Ball fangen. Wenn du die Route falsch läufst, stehen die Chancen auf einen Catch schlecht“, erklärt David Giron. Dabei sei es wichtig, konstant an den kleinen Dingen zu arbeiten. „Das muss dann vielleicht auch mal vor dem Training oder zu Hause sein“, ergänzt Silas Nacita und sagt mit einem Grinsen: „Es geht auch auf dem Weg zur Arbeit: Einfach in der U-Bahn zig-zag durch die Menschen laufen.“ Mit der richtigen Technik natürlich. Damit nach der richtigen Route des Receivers auch ein fangbarer Ball bei ihm ankommt, muss auch der Quarterback einiges richtig machen. Universe-Quarterback Jaleel Awini kann davon ein Lied singen und gab sein Wissen gerne an die werfende Zunft der Wanderers weiter. „Es geht mit der richtigen Stellung der Füße los und hört mit dem perfekten Zeitpunkt zum Loslassen des Balls auf“, sagt er.

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Im Training: Die Defense folgt den Anweisungen der Profis

Nach den Einzelübungen der verschiedenen Positionen ging es in 1-gegen-1-Situationen. Angefeuert von den Profis versuchten sicher Wanderers-Angreifer und -Verteidiger mit dem neu erlernten Wissen zu übertrumphen. Dabei liefen die Receiver ihre Routen und die Verteidiger versuchten sie am Ballfangen zu hindern. Das gleiche war danach im kurzen Trainingsspiel der Fall. Zum Abschluss ließen alle zusammen den Trainingstag bei leckerer Pizza ausklingen.

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Im Stadion: Coach Carsten mit John Tidwell nach einem Universe-Spiel.
Foto: Carsten Wolf Photography

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