2012


Wiesbaden. Mit 28-14 unterliegen die Wanderers im Finale des Rhein-Main-Bowl XVI den Mainz Legionaries und beenden das Turnier mit dem zweiten Platz. Nach einem souveränen Auftreten in Vorrunde und Playoffs war die Finalniederlage am Ende zwar enttäuschend, aber angesichts der dünnen Personaldecke vertretbar. Aufgrund von Verletzungen und beruflichen Terminen konnten die Walldorfer auf einige ihrer Leistungsträger nicht zurückgreifen. Zudem weilte der Coach in den Flitterwochen. Trotzdem bot die Mannschaft über den ganzen Tag eine gute Leistung und verbesserte sich gegenüber dem 13. Platz des Vorjahres deutlich. Besonders die jungen Spieler konnten wertvolle Erfahrungen sammeln. Ein Dank geht an die Wiesbaden Phantoms Allstars für die Organisation eines hervorragenden Turniers!

Los ging es um 9.30 Uhr mit der Partie gegen die Mainz Warriors. Die Wanderers brauchten nicht lange, um ihren Rhythmus zu finden. Besonders die Offense konnte mit langen Pässen Akzente setzen. Schnell war das Spiel unter Kontrolle, da sich auch die Verteidigung nur zwei Mal geschlagen geben musste. Endstand 39-12.
Auch das zweite Vorrundenspiel ging deutlich an die Wanderers. Die Franken Timberwolves hatten der immer besser funktionierenden Offensive der Wanderers wenig entgegenzusetzen und so endete die Partie mit 34-6. Auch beim folgenden 34-6-Sieg gegen das Flagpack aus Stuttgart kam wenig Spannung auf.
Interessanter startete die Partie gegen die Frankforter Frösch. Das Traditionsteam war in einer völlig neuen Besetzung angereist und die Wanderers brauchten einen Moment, um sich auf das neue Personal der Frankfurter einzustellen. Besonders die athletischen Receiver bereiteten der Walldorfer Verteidigung Schwierigkeiten. Folge war im ersten Play ein Lauf über das ganze Feld zur Führung der Frösch. Danach glückte den Frankfurtern aber nur noch wenig. Die Walldorfer Offensive nutzte ihre Chancen und gestaltete das Spiel in der zweiten Hälfte einseitig. Endstand 28-7 für Walldorf.

Damit waren die Playoffs, und somit auch das Tagesziel, erreicht. Im Viertelfinale traf man auf den Vorjahressieger, die Frankfurt Universe Purple Flags. Den Wanderers gelang es den bis zu diesem Zeitpunkt stärkste Gegner des Tages zu überraschen. Mit langen Pässen über die Mitte gingen sie schnell mit 14-0 in Führung. Aber die Frankfurter kämpften sich mit ebenfalls präzisem Passspiel wieder heran. Die Aufholjagd wurde dann jedoch jäh gestoppt, als die Wanderers Verteidigung einen Pass abfing und die Offensive in der gegnerischen Hälfte in guter Position startete. Ein weiterer Touchdown für Walldorf bedeutete die Vorentscheidung. Am Ende hieß es 39-21 für die Wanderers. Der folgende Halbfinalsieg gegen den Vorrundengegener Mainz Warriors, die überraschend die Lalo Greyhounds aus dem Turnier kegelten, endete mit 25-0 und war nie gefährdet.

Im Finale wartete dann mit den Mainz Legionaries ein Topteam. Im Gegensatz zum Vorjahr waren die Mainzer dieses Mal in Bestbesetzung. Davon konnten die Wanderers nur träumen, gingen aber dennoch selbstbewusst in das Endspiel. Mainz hatte zunächst Angriffsrecht, schaffte es aber in vier Versuchen nicht über die Mittellinie. Dies gelang der Walldorfer Offense zwar, Zählbares sprang jedoch nicht heraus. Der Gleichstand wurde im Anschluss von den Legionaries aufgebrochen. Sie gingen mit 7-0 in Führung und erhöhten später noch auf 14-0. Der Anschluss zum 14-6 zur Halbzeit gab den Wanderers nochmal Hoffnung. Die jedoch in der zweiten Hälfte schnell wieder verflog, nachdem die Mainzer wiederholt punkteten. Mit einem Touchdown samt 2-Point-Conversion kamen die Wanderers nocheinmal auf sieben Punkte heran. Ein weiterer Touchdown kurz vor Schluss bedeutete jedoch die Vorentscheidung. Das Finale endete mit 28-14 für Mainz.

Die nächsten Termine der Wanderers:

16. September – Gundbachbowl in Walldorf

13. Oktober- German Flagopen in Berlin

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Eggenstein. Sie können es also doch noch! Die Wanderers sind die ersten Champions in der Geschichte des Brigande Bowls. Nach einer langen Serie erfolgreicher am Ende jedoch immer ernüchternder Turnierteilnahmen, die dem Walldorfer Team viele zweite Plätze bescherte, ließen sie sich an diesem Wochenende am Ende in einem engen Finale nicht um die Lorbeeren bringen. Ungeschlagen und mit vielen neuen Gesichtern in der Startaufstellung holen sie bei tropischen Temperaturen den ersten Titel des Jahres 2012.

Seit dem letzten Jahr haben die Badener Greifs neben ihrer bekannten Mannschaft im Tackle-Football auch ein Flagfootballteam. Nach einigen Gastspielen in der Fremde, unter anderem bei Big Bowl VI in Walldorf, war es nun an der Zeit auch vor heimischer Kulisse anzutreten. Mit dem Brigande Bowl sind die Greifs seit diesem Sommer fest auf der Flagfootball-Landkarte verzeichnet. Das Heimturnier im Sportzentrum Eggenstein wird von nun an jedes Jahr ausgetragen. Der großdimensionierte, glänzende Wanderpokal wird also noch von vielen Team gestemmt werden. Das Wort Brigand kommt im Übrigen aus dem Karlsruher Volksmund und bezeichnet einen Einwohner dieser Stadt und nun eben auch den Bowl.

Die Organisatoren des Turniers hatten nach einer Absage (Kelkheim) im Vorfeld des Turniers mit einer weiteren (Holzgerlingen Americans) am Turniertag selbst zu kämpfen. Der Spielplan war jedoch schnell umgestellt und mit einer leichten Verzögerung konnte es mit weniger Zeitdruck, da nun weniger Partien auszutragen waren, losgehen. Für die Wanderers in Gruppe II bedeutete die Änderung den Wegfalls der Vorrundenbegegnung mit den Holzgerlingen Twisters Juniors, die nun in Gruppe I an den Start gingen.

Die erste Vorrundenpartie gegen die Wiesbaden Allstars began für die in Orange gekleideten Wanderers holprig mit einer Interception. Am Ende stand dennoch ein 20-7 Erfolg. Das Endergebnis wirkt jedoch deutlicher, als es der Spielverlauf vermuten ließ. Gegen die Greifs gingen die Walldorfer schnell und hoch in Führung. Die hochmotivierten Gastgeber kämpften sich jedoch zurück und machten es mit einer Aufholjagd in der zweiten Hälfte nocheinmal spannend. Die Wanderers behielten jedoch die Nerven und sicherten den 27-24 Sieg. In der letzten Begegnung der Gruppenphase waren die Wanderers ebenfalls siegreich und setzten sich gegen die WildCats aus Tirol mit 48-7 durch.

Im Halbfinale warteten die Nürnberg Fun Rams mit ihren wendigen Receivern und einem äußerst agilen Quarterback. Die diszipliniert agierende Walldorfer Verteidigung kontrollierte das Spiel jedoch und musste sich nur einmal nach einem „Big Play“ geschlagen geben. Mit dem 33-7 Erfolg war für die Wanderers der Weg ins Finale geebnet. Der „verlorene“ Vorrundengegner aus Holzgerlingen hatte sich zuvor ebenfalls für das letzte Spiel des Tages qualifiziert.

Die schnelle Offensive der Twisters Juniors hatte das Team bis ins Finale getragen und schloß an die gute Leistung nahtlos an. Nach einer frühen Walldorfer Führung konnten sie gleich im nächsten Drive antworten und die Partie ausgleichen. So ging es auch weiter. Die beiden Kontrahenten maschierten Score für Score im Gleichschritt. Selbst als die Walldorfer Verteidigung eine Interception erzwingen konnte, reagierten die Twister mit einer Interception im nächsten Play und trugen diese obendrein in die Endzone zurück. Böse Erinnerung an vergangene Endspielniederlagen der Walldorfer wurden geweckt. Kurz vor Schluss hatten dann aber die Wanderers beim Spielstand von 19-19 gleich mehrfach die Möglichkeit das Finale vorzeitig zu entscheiden. Doch mehrere lange Pässe konnten von sträflich freien Receivern in der Endzone nicht kontrolliert werden. Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen!

Die Twisters Juniors gewannen den Münzwurf und forderten den Ball. In dieser Situation holte die Walldorfer Verteidigung das letzte aus sich heraus und war tatsächlich in der Lage alle vier Versuche der Schwaben, um von der Mittellinie in die Endzone zu kommen, abzuwehren. Nun lag es in der Hand der Offense ihre Möglichkeit zu nutzen und mit einem Score das Spiel zu beenden. Zwei Spielzüge später landete ein gefühlvoller Touchpass des Quarterbacks in den Händen den fangbereiten Receivers in der Endzone und sicherte so den ersten Turniersieg der Wanderers nach 209 Tagen Durststrecke.

 

 

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Walldorf. Sechs Spielfelder, vier Zelte für die Versorgung mit Speisen und Getränken, eine Bühne für die Turnierleitung sowie die Lager der Spieler und Begleiter von 49 Flagfootballteams und zahlreiche Helfer und Zuschauer – auf dem Gelände der TGS war am vergangenen Wochenende kaum ein freies Plätzchen zu finden.

Big Bowl VI machte vom 8. bis 10. Juni seinem Namen alle Ehre. Nie war das Turnier größer als in diesem Jahr und dabei galt das alljährliche Stelldichein der europäischen und internationalen Flagfootballelite bereits davor als größtes Turnier des Kontinents in dieser aufstrebenden Sportart.

Neben europäischen und deutschen Spitzenclubs, unter anderem aus Den Haag, Kopenhagen, München und Dortmund, reisten auch wieder die israelische Nationalmannschaft der Frauen sowie erstmals die Nakano Bagus aus Japan nach Walldorf. Mannschaften aus Slovenien, der Schweiz, Italien und Österreich komplettieren das Starterfeld, das sich auf Senioren-, Frauen- und Jugendwettbewerb verteilte. Insgesamt waren es Teilnehmer aus neun Nationen.

Über die Jahre ist Walldorf eine Hochburg des Flagfootball geworden und unter Flagfootballern weit über die Landesgrenzen hinaus für den Big Bowl und sein erfolgreiches, traditionell in Orange gekleidetes Flagfootballteam bekannt. Erfolgreich sind die Wanderers aber nicht nur auf dem Footballfeld, wie sich an diesem Wochenende wieder gezeigt hat. Viele Freunde und Verwandte stemmten gemeinsam mit den Spielern der ersten und zweiten Mannschaft sowie der Jugendabteilung der Wanderers die organisatorische Mammutaufgabe, die Big Bowl VI darstellte.

Knapp 500 Gäste übernachteten in der TGS-Sporthalle und wollten von morgens bis abends mit Frühstück, Mittag- und Abendessen versorgt werden. Für die traditionelle „Playersparty“ am Samstagabend stießen auch die Teams, die das Hotel zum Löwen in der Langstraße fast komplett ausgebucht hatten, zu den Feiernden.

Eröffnet wurde das Turnier bereits am Freitagabend mit der Partie Nakano Bagus gegen die Walldorf Wanderers, die aus Sicht der Gastgeber leider verloren ging. 12 weitere Spiele folgten an diesem ersten Turniertag. Nach dem Frühstück im Versorgungszelt ging es am Samstag bereits um 8:30 Uhr weiter mit den nächsten Spielen. Bis zum Ende der letzten Spielrunde des Tages um 18:30 Uhr sollten insgesamt 118 Flagfootballspiele absolviert sein. Dank der sorgfältigen Planung und einer souveränen Turnierleitung am Anschreibetisch konnte der Zeitplan mit nur geringer Verspätung gehalten werden. Rechtzeitig zu ihrem Fußball-Europameisterschaftsspiel konnten sich die Teams aus den Niederlanden und Dänemark vor dem Fernseher einfinden.

Die letzten Vorrundenspiele starteten am Sonntag bereits um 7:30 Uhr damit sich das Turnier nicht bis in den Abend ziehen würde und alle Teams rechtzeitig ihre Rückreise antreten könnten. Zum Ausruhen von der Playersparty am Vorabend mit Disco und Cocktailbar blieb also nicht viel Zeit.

Auch die Wanderers erreichten mit nur einer Niederlage die Runde der besten 16 Teams. Im Achtelfinale setzten sich die Gastgeber souverän gegen die Wiesbaden Phantoms durch und standen vor der schwierigen Aufgabe im Viertelfinale die starken Dänen aus Nyhavn zu besiegen. Trotz großem Kampf zeigte sich, dass die Nighthawks an diesem Tag von den Wanderers nicht zu schlagen waren. So hieß es für das Team in Orange in den folgenden Platzierungsspielen das beste herauszuholen. Mit einem Sieg gegen alte Bekannte, die Greyhounds aus Langenlonsheim, war man auch schnell wieder auf der Gewinnerstraße. Das letzte Spiel der Wanderes bei Big Bowl VI war die Partie um Platz fünf gegen die Den Haag Lyons. Bereits im Vorjahr verhinderten die Niederländer den Finaleinzug der Gastgeber. Leider war auch in diesem Jahr das Glück nicht auf der Seite der Wanderers und so mussten sich die Walldorfer mit dem sechsten Platz von 38 begnügen. Die zweite Mannschaft konnte einen respektablen 22. Platz erringen und das Jugendteam landete in ihrem Wettbewerb auf Platz 4 von 7 Teams. Den Turniersieg bei den Senioren sicherten sich die Lazio Marines aus Rom. Der Titel der Frauen ging an die deutsche Frauennationalmannschaft und die Gewinner des Jugendwettbewerbs sind die Den Haag Hyenas Juniors.

Dank des großen Einsatzes der vielen freiwilligen Helfer und der Spieler der Wanderers war Big Bowl VI auch mit Besucherrekord ein voller Erfolg. Das zeigte sich nicht zuletzt an den vielen positiven Rückmeldungen der Teams an den Turniertagen selbst und auf der Facebookseite der Wanderers an den Tagen danach. Big Bowl VII kann kommen!

Die Ergebnisse im Einzelenen:

Die Endergebnisse der Open Competition:

Die Lazio Marines gewannen das Finale mit 27:12 gegen die Nyhavn Nighthawks.

1 Lazio Marines
2 Nyhavn I
3 Vienna Constables
4 Kelkheim Lizzards
5 Den Haag Lions
6 Walldorf Wanderers I
7 Nakano Bagus
8 Lalo Greyhounds
9 Swiss National Team
10 Munich Spatzen I
11 Franken Fun Rams
12 Phantoms Allstars
13 Dortmund Devils I
14 Lubljana Silverhawks
15 Nörrebronx Naebdyr
16 Munich Spatzen II
17 Suburbian Foxes
18 Augsburg Raptors
19 Fun Diamonds
20 Den Haag Hyenas
21 Mainz Legionaries
22 Walldorf Wanderers II
23 Frankforter Frösch
24 Ilmenau Ilmroosters
25 Caipi Allstars
26 FU Purple Flags
27 Dortmund Devils II
28 Israel Ladies
29 Wildboyz
30 Badener Greifs
31 Copenhagen T’hawks
32 Idar-Oberstein Fire
33 Salty Bulldogs
34 Weinheim Longhorns
35 Bremerhaven Seahawks
36 Königsbrunn Bulldogs
37 Uni Würzburg
38 Baunatal Scorpions

Die Endergenisse der Ladies Competition:

Die German Allstars gewannen das Finale 20:7 gegen Israel.

1 German Allstars
2 Israel Ladies
3 Copenhagen con Fusion
4 Foxes
5 Flag United

 

Die Endergebnisse der Youth Competition:

Die Den Haag Hyenas Juniors haben im Finale gegen die Marienheide Flames 33:6 gewonnen.

1 DH Hyenas Juniors
2 Marienheider Flames
3 Weinheim Longhorns
4 Wanderers Juniors
5 Baunatal Scorpions
6 Raptors Juniors
7 Idar Oberstein Fire

 

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Walldorf. Niederlande, Dänemark, Schweiz und Italien. Das Teilnehmerfeld des sechsten Big Bowl liest sich auf den ersten Blick wie das der kommenden Fußball-Europameisterschaft. Nur geht es hier nicht um das runde Leder, sondern um das braune Lederei.

Auch in diesem Jahr laden die Walldorf Wanderers zu Europas größtem Flagfootball-Turnier auf dem TGS-Gelände in der Okrifteler Straße ein. Knapp 50 Teams haben sich bereits für das dreitägige Turnier vom 8. bis zum 10. Juni 2012 angemeldet – ein neuer Teilnehmerrekord. Neben europäischen und deutschen Spitzenclubs, unter anderem aus Den Haag, Kopenhagen, München und Dortmund, werden auch die israelische Nationalmannschaft der Frauen sowie erstmals ein Team aus Japan, die Nakano Bagus, um die Big-Bowl-Trophäe kämpfen. Mannschaften aus Slovenien und Österreich komplettieren das Starterfeld. So international war das Starterfeld nie zuvor.

Flagfootball ist die kontaktarme Variante des American Football und wird ohne Helm und Schulterpolster, dafür aber mit einem Flaggengürtel gespielt. Diese Flaggen werden gezogen, um den Ballführenden Spieler zu stoppen. Ziel ist es die gegenerische Verteidigung zu überwinden und das Lederei in die Endzone zu tragen oder es dort zu fangen.

Über die Jahre ist Walldorf eine Hochburg dieser Sportart geworden und unter Flagfootballern weit über die Landesgrenzen hinaus für den Big Bowl und sein erfolgreiches, traditionell in Orange gekleidetes Flagfootball-Team bekannt. Wie bereits in den letzten Jahren starten Teams in drei verschiedenen Teilnehmergruppen. Die Senioren sind mit 37 Teams die größte Gruppe, gefolgt von den Damen mit sechs und er Jugend mit fünf Teams. Gespielt wird auf sechs Feldern auf dem TGS-Gelände sowie dem angrenzenden Sportplatz.

Neben den Spielen wird es wie immer ein feierliches Rahmenprogramm zu bestaunen geben. Bei Würstchen vom Grill, Kuchen und kalten Getränken können Besucher Vorführungen verschiedener Cheerleadergruppen erleben oder im Footballshop stöbern. Spieler und Helfer der Wanderers stehen außerdem bereit Flagfootballinteressierten alle Fragen zu dieser faszinierenden Sportart zu beantworten.

51 Teams verteilen sich wie folgt auf die drei Divisions und Gruppen:

Senior Division:

Group A:
Walldorf Wanderers
Nakano Bagus (Japan)
Caipi Allstars
Dortmund Devils
Frankfurt Universe Purple Flags
Weinheim Longhorns

Group B:
Walldorf Wanderers II
Israel Womens National Team (Israel)
Nörrebronx Næbdyr (Denmark)
Dortmund Devils II
Salty Bulldogs
Lalo Greyhounds

Group C:
Lazio Marines (Italy)
Vienna Constables (Austria)
Nyhaven II (Denmark)
Mainz Legionaries
Frankforter Frösch
Radebeul Suburbian Foxes
Bremerhaven Seahawks

Group D:
Den Haag Hyenas (Netherlands)
Ljubiliana Silverhawks (Slovenia)
Badener Greifs
Munich Spatzen II
Wiesbaden Phantoms Allstars
Wildboyz

Group E:
Nyhaven (Denmark)
Swiss National Team (Switzerland)
Franken Fun Rams
Darmstadt Fun Diamonds
Team Uni Würzburg
Ilmenau Ilmroosters
Idar-Oberstein Fire

Group F:
Den Haag Lions (Netherlands)
Copenhagen Tomahawks (Denmark)
Kelkheim Lizzards
Munich Spatzen
Augsburg Raptors
Königsbrunn Bulldogs
Baunatal Scorpions

Ladies Division:
Mainz Furien
Women Allstars Germany
Flag United
Faelledparken Foxes (Denmark)
Copenhagen Tomahawks (Denmark)
Israel Nationalteam (Israel)

Youth Division:
Walldorf Wanderers Juniors
Baunatal Scorpions
Marienheider Flames
Weinheim Longhorns
Den Haag Hyenas Juniors (Netherlands)
Augsburg Raports Juniors
Idar Oberstein Fire

Alle Infos auch auf Facebook: facebook.com/bigbowlvi und facebook.com/walldorfwanderers

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Bremerhaven. Es hätte die große Stunde der Wanderers werden sollen. Doch die leeren Blicke im Abschlusshuddle nach dem Finale des German Indoor Flagbowl 2012 am vergangenen Samstag sprachen eine andere Sprache. Interceptions, Drops und Blocking-Strafen gingen den einen durch den Kopf. Die anderen dachten daran, wie sie einige der tiefen Pässe für Touchdowns doch hätten verhindern oder den Quarterback entscheidend sacken können. All das änderte aber nichts an der Tatsache, dass die Wanderers ein weiteres Finale gegen die Lizzards aus Kelkheim nicht hatten für sich entscheiden können.

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Dabei hatte das Wochenende vielversprechend begonnen. Mit leichter Verspätung konnte der Teambus am frühen Freitagnachmittag in Richtung Nordseeküste starten und nach etwas Stau zu Beginn war der Rest der Reise entspannt. Am Abend konnte mit dem Comfort Hotel am Hafen eine gemütliche Unterkunft bezogen werden, sodass am nächsten Morgen alle Spieler frisch zum großen Turnier in der Walter Kolb Halle aufbrachen. Die kleine Halle hatte sich mit Deutschlandfahne und Seahawksflagge rausgeputzt und bot einen schönen Rahmen für das Event. Den Teams stand sogar eine noch etwas kleinere Aufwärmhalle zur Verfügung.

Pünktlich um 9:45 Uhr waren alle Teams in Reih und Glied aufgestellt, um in die Nationalhymne einzustimmen. Nach einer kurzen Ansprache durch den Ausrichter ging es ohne Verzögerung zur Sache. Kelkheim eröffnete das Turnier als Titelverteidiger gegen die Buccaneers aus Hamburg. Direkt im Anschluss waren die Wanderers gegen Recklinghausen das erste Mal gefordert. Komplett in Weiß mit leuchtend orangenen Nummern gekleidet legten die Südhessen gleich los wie die Feuerwehr. 33-6 für Walldorf zeigte die Anzeigetafel nach Ablauf von zwei Mal zwölf Minuten. Die Salty Dogs aus Niedersachsen waren der zweite Gegner in der Vorrunde. Bei dem 34-12 Sieg für Walldorf kam jedoch auch hier nur kurz Spannung auf, als die Niedersachsen zu Beginn in Führung gehen konnten.

Vor den Playoff- und Platzierungsspielen sorgten die Cheerleader der Bremerhaven Seahawks mit ihrer Showeinlage für ein Highlight des Turniers. Vor den Halbfinals taten ihnen es die Musiker der Seahawks Marching Band gleich und unterhielten die gut gefüllten Ränge der kleinen Sporthalle. Das erste Halbfinale brachte mit dem Weiterkommen der Lizzards ein erwartetes Ergebnis. Damit war klar, dass es die Walldorfer nun in der Hand hatten mit einem Sieg gegen die Bremerhavener Gastgeber das Traumfinale zustande zu bringen. Aber die Seahawks machten es mit präzisen tiefen Pässen spannend. Die Wanderers Offense hatte zu diesem Zeitpunkt aber immer die passende Antwort. Als dann auch die Defense in Schwung kam und den Bremerhavener Quarterback zu einem schlechten Pass zwang, der dann kurzerhand abgefangen und für sechs Punkte zurückgetragen wurde, war das Schicksal der Gastgeber besiegelt. Endstand 39-12 für Walldorf.

Dann war es soweit. Nach den German Flag Open 2010 und 2011 sowie dem German Indoor Flagbowl 2011 waren es einmal mehr die Kelkheim Lizzards und die Walldorf Wanderers, die sich in einem Finale um einen großen Titel gegenüberstanden. Und das sind nur die großen Spiele der letzten beiden Jahre. Die Geschichte dieser beiden Kontrahenten geht noch viel weiter in die deutschen Flagfootballgeschichte zurück. In dieses jüngste Kapitel des Kelkheim-Walldorf-Derbys gingen beide Teams nahezu in Bestbesetzung. Es sollte das beste Spiel des Tages werden.

Die Lizzards Offense war wie gewohnt schnell und tödlich präzise. Mit einer gekonnten Mischung aus kurzen und tiefen Pässen trieben sie die Walldorfer Defense vor sich her. Es ging soweit, dass die Wanderers sie nur mit einer Passinterference stoppen konnten, bevor sie im finalen Schlag des Eröffnungsdrives den ersten Touchdown auf das Board brachten. Die Walldorfer blieben jedoch, wissend, dass das Finale über zwei mal vierzehn Minuten geht, ruhig. Auch die Offense des orangenen Clubs ging abgeklärt zu Werke und brachte angeführt vom katapultgleichen Arm des Quarterbacks die Kelkheimer Eidechsen gleich mehrmals ins Schwitzen.

Mit auslaufender Uhr vor der Halbzeit bietet sich dann den Lizzards die Chance mit mehr als einem Score in Führung zu gehen. Ein Pass über die Mitte rast wie an der Schnur gezogen in Richtung der fangbereiten Hände und direkt in den Lauf des Kelkheimer Receivers an der Walldorfer Goalline. Doch kurz bevor der Ball sein Ziel erreicht sticht die Hand des Cornerbacks dazwischen und fälscht ihn unfangbar ab. Umfangbar bis zu den orangenen Handschuhen des dahinter wartenden Safeties, der das Geschenk dankend entgegennimmt und sich auf den Weg zur Kelkheimer Endzone macht. Gerade als er zum letzten Schritt über die Goalline ansetzt ertönt ein lautes Ploppen. Da hatte es der athletische Quarterback der Lizzards tatsächlich geschafft pfleilschnell in günstigem Winkel die Verfolgung aufzunehmen und sich mit einem fast todesmutigen Hechtsprung in Richtung Seitenaus und Tribünde die orangene Flagge noch zu schnappen.

Der Einsatz sollte sich lohnen. Im finalen Play der Halbzeit an der 1-Yard-Linie gelang es der Walldorfer Offense nicht den Touchdown zur Führung zu erzielen. Auch der Eröffnungsdrive der zweiten Halbzeit brachte keine Punkte. Zwar konnte die Defense der Wanderers die Kelkheimer noch ein paar mal aufhalten, doch ein tiefer Touchdown-Strike brachte die Lizzards uneinholbar in Führung und auf die Gewinnerstraße. Zwei Turnover der Wanderers Offense taten das Übrige.  So blieb für die Wanderers ein weiteres Mal nur das Hadern mit vertanen Chancen. Auch wenn der Vizemeistertitel ein hervorragendes Ergebnis ist, überwog am Ende doch das Gefühl mit der 18-29 Niederlage im Finale eine große Chance nicht genutzt zu haben.

Vom Spieler zum Coach

Getrübt wurde die Stimmung im Abschlusshuddle nicht nur durch die Niederlage. In einem emotionalen Moment für das gesamte Team beendete der langjährige Starter auf der Safety-Position, #28 Carsten Wolf (rechts im Bild), seine Laufbahn als Spieler. Sieben Jahre war er eine feste Größe in einer starken Wanderers Defense. Die nach eigenen Angaben erfolgreichste Zeit seiner sportlichen Karriere brachte ihm unter anderem den Gewinn des Deutschen Hallenmeistertitels 2009 und den Sieg beim Big Bowl im selben Jahr. Auch auf internationaler Ebene war Carsten in dieser Zeit mit der Deutschen Flagfootball Nationalmannschaft in verschiedenen Funktionen erfolgreich.

Das Ende seiner Spielerkarriere markiert aber zugleich den Beginn seiner Trainerlaufbahn in Walldorf. In den letzten Jahren war er als Captain der Defense maßgeblich an deren kontinuierlichen Verbesserung und Weiterentwicklung beteiligt. Nicht zuletzt seinen Fähigkeiten als Trainer ist es zu verdanken, dass eine starke Leistung in der Verteidigung, wie sie in Bremerhaven zu beobachten war, überhaupt möglich ist. Deshalb freuen sich die Walldorf Wanderers ihn auch weiterhin in ihren Reihen zu wissen und hoffen mit ihm in den kommenden Jahren noch viele weitere Titel gewinnen zu können.

Ab nach draußen

Mit der Deutschen Hallenmeisterschaft geht auch die Hallensaison 2011/12 zu Ende. Bereits am vergangenen Mittwoch begrüßte Coach Carsten die Spieler zum ersten Training auf grünem Rasen in 2012. Ab sofort wird wieder auf dem TGS-Sportplatz in der Okrifteler Straße 6 in 64546 Mörfelden-Walldorf trainiert und zwar immer montags und mittwochs jeweils von 19 bis 21 Uhr.

Neue Spieler sind jederzeit willkommen unverbindlich auf ein Probetraining vorbeizukommen!

 

 

 

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