„Jeder Einzelne im Team hat wieder hart für diesen BIG BOWL gearbeitet, deshalb haben wir die Herausforderung gemeinsam gemeistert“, sagte Team-Captain Benjamin Klever. Sportlich ging BIG BOWL IX für die Wanderers mit einem Sieg gegen die starken Mayhem und dem fünften Platz versöhnlich zu Ende. Das Viertelfinal-Aus gegen die Kelkheim Lizzards war dennoch ärgerlich. Die zweite Mannschaft der Wanderers erreichte nach einer kleinen Siegesserie noch den 37. Platz. Im dritten Anlauf schafften es unterdessen die Dänen der Allerod Armadillos, das größte Flagfootballturnier Europas zu gewinnen. Den Damen-Wettbewerb entschied Team Mexico für sich. Bei herrlichem Wetter war es das erwartete Flagfootball-Spektakel. Einzig die kurzfristige Absage eines Teams und einige Verletzungen sind auf der negativen Seite zu verbuchen. Fotos gibt es hier: bit.ly/bigbowlixfotos

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„Wir können wieder stolz auf unsere Leistung sein, sowohl auf als auch abseits des Feldes“, sagte Coach Carsten am Ende. Der Coach, der wieder die Turnierleitung übernommen hatte, konnte sein Team zwar nicht direkt am Feld betreuen, hatte die Leistung seiner beiden Mannschaften aber dennoch im Auge gehabt. „Die erste Mannschaft hat die Doppelbelastung von Organisation und Spielen gut weggesteckt“, erklärte der Trainer. „Die zweite Mannschaft hat wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und viele neue Spieler schnell integriert. Darauf können wir aufbauen.“

Die vielleicht kurioseste Geschichte von BIG BOWL IX ist die Irrfahrt von zwei mexikanischen Nationalspielerinnen. Die beiden hatten ihre Teamkameradin auf einer Krankenwagenfahrt nach Groß-Gerau begleitet. Auf dem Rückweg irrten sie dann zu Fuß durch die Kreisstadt. Zum Glück beobachtete sie eine aufmerksame Polizeistreife. Die Beamten brachten die beiden Spielerinnen dann sicher zurück auf das Turniergelänge. Der Mexikanerin im Krankenhaus geht es auch den Umständen entsprechend gut.

Die erste Mannschaft der Wanderers ließ währenddessen in der Vorrunde nur einen einzigen Touchdown zu. Die Offense trug auch ihren Teil zum Erfolg bei und war nur selten zu stoppen. In der zweiten Mannschaft wechselten sich Simon Walther und Bernd Jung auf der Quarterbackposition ab. Das brachte zwar manchmal den Rhythmus durcheinander, war aber ein guter Weg, um beiden Spielmachern Praxis zu geben. Begeistert sind die Wandererstrainer von Receiver Batuhan Bilgic. Der noch recht neue Wanderer und Fußballtorwart ging mit vollem Körpereinsatz zur Sache. Er hechtete nach jedem Ball, auch wenn er bereits unfangbar schien. Sein Lohn waren einige Highlight-Catches.

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Für die Defense der ersten Mannschaft war Julian Klitsch wie gewohnt erfolgreich. Beim Champions Bowl vor einigen Wochen hatte er sich noch eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Am Samstag bei BIG BOWL IX führte Klitsch das Team dann wieder mit vier Interceptions an. Im Angriff setzte Quarterback Benjamin Klever mit seinen Füßen und mit seinem Arm Akzente. Die tiefen „Bomben“ auf Fabian Achenbach und Christopher Hippmann fanden gewohnt ihr Ziel. Zu Fuß erlief Klever zwar keinen Touchdown, sorgte mit langen Läufen aber für reichlich Verwirrung bei den Verteidigern.

In den Playoffs ging es für die Wanderers I am Sonntag gegen Team Slowenien gut los. Vasili Kartselos fing seine erste Interception des Turniers, Julius Siegl blockte als Blitzer einen Pass und die Offense fand ihren Groove früh. Der war dann gegen die Kelkheimer im Viertelfinale leider nicht mehr wie gewohnt da. Auch die Defense hatte einige Aussetzer und so war die Niederlage am Ende nicht abzuwenden. Nach einem ungefährdeten Sieg gegen die Mainz Legionaries hatten Benjamin Klever und seine Crew auch gegen die Mayhem dann wieder alles im Griff. Die Defense gab einige Punkte zwar unglücklich ab, aber zog dem Gegner ansonsten wortwörtlich die Hose aus: Nachdem der Mayhem Receiver bei einem Spielzug in der ersten Hälfte den Ball gefangen hatte, bekam der Verteidiger nur seine Hose zu fassen und wollte nicht mehr loslassen. Das störte den Receiver wenig. Er behielt die Balance, streifte die Hose ab und setzte seinen Lauf fort. Eine Holding-Strafe gegen die Defense war es dann aber trotzdem.

Final Standings Men

  1. Allerod Armadillos
  2. Kelkheim Lizzards
  3. Israel
  4. Lalo Greyhounds
  5. Walldorf I
  6. Mayhem
  7. Zugvögel
  8. Mainz Legionaries
  9. Slovenia
  10. London Ex Pads
  11. Saint Cercergues Bulldogs
  12. Pantera Leo
  13. Dutch Lions
  14. Moscow Tough Nuts
  15. Kaluntborg Mustangs
  16. Domzale Tigers
  17. Dortmund Devils
  18. Uni Würzburg
  19. Taureaux
  20. Kirkady Bulls
  21. Augsburg Rooks
  22. Copenhagen Tomahawks
  23. Frankfurt Eagles
  24. Dortmund Grads
  25. Suburbian Foxes
  26. Coventry Cougars
  27. Bremerhaben Seahawks
  28. Gaukönigshofen
  29. Mainz Elecorns
  30. Victoria Park Panthers
  31. Duisbug Dockers
  32. Weinheim Longhorns
  33. Munich Spatzen
  34. Wiesbaden
  35. Utrecht Dominators
  36. Frankfurt Purple Flags
  37. Walldorf II
  38. Capricornes
  39. Stein Fire
  40. Ilmenau Ilmroosters
  41. Den Haag Hyenas
  42. Heatwave
  43. Magdeburg
  44. Den Haag Raiders
  45. Badener Greifs
  46. Cologne Flag Ronin

Final Standings Women

  1. Mexico
  2. T2D2 (Germany)
  3. Amazing Austrian Amazones
  4. Copenhagen Tomahawks
  5. Coventry Cougars
  6. Israel
  7. Domzale Tigers
  8. GZB
  9. Cologne Flag Ronin

 

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