Die Wanderers haben den Snow Bowl 2014 gewonnen. Mit 33-7 setzten sie sich im Finale gegen die Lazy Brains aus Braunschweig durch. Nicht nur Coach Carsten hofft, dass der Sieg beim Indoor-Klassiker in Ilmenau soetwas wie der Urknall für weitere Erfolge der Wanderers im Jahr 2014 ist. Auch Teamcaptain Benjamin Klever setzt mit Ausblick auf die Deutschen Meisterschaften im März weiterhin auf harte Trainingsarbeit und kontinuierliche Verbesserung des Teams: „Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen!“team1

Für die Wanderers begann der zwölfte Snow Bowl früh. Im Eröffnungsspiel des Turniers trafen die Walldorfer am Samstagmorgen um acht Uhr auf die Suburbian Foxes. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gewannen sie die Partie. Auch die Gruppenspiele gegen die Werratal Salt Kings und Jena Promillos konnten die Wanderers gewinnen. Nur die Partie gegen die späteren Finalgegner aus Braunschweig ging knapp mit 12-7 verloren. Damit landete das orangene Team auf dem zweiten Platz der Gruppe A, was sich später als positiv herausstellen sollte. Eine frohe Botschaft hatte die Turnierleitung dann nämlich am Abend bei der Aftershowpartie für die Wanderers. Ihr Viertelfinalspiel gegen Augsburg Untitled war erst für 11.30 Uhr am Sonntag angesetzt.

Gut ausgeruht ging es dann auch in die Partie. Die Offensive kam besser ins Spiel als noch am Tag zuvor und die Verteidigung spielte weiter solide. Trotzdem blieben die Augsburger dran und hatten mit etwas über fünf Minuten zu spielen die Möglichkeit, auf einen Score an die Wanderers heranzukommen. Doch die Walldorfer Defense fing den langen Pass in die Endzone ab. Die Offensive ließ sich in der Folge Zeit und spielte den Rest der Uhr herunter.

Hitzig wurde es dann im Halbfinale gegen die Mainz Warriors. In einer unglücklichen Aktion knallte zunächst ein Mainzer Angreifer mit Walldorf Safesnowbowllogoty Sebastian Schütt zusammen. Der Spieler der Warriors erlitt dabei eine Knochenabsplitterung am Jochbein sowie einen Bluterguss samt Cut unter dem Auge. Er musste danach zur Untersuchung ins Krankenhaus. Beide Teams wirkten etwas schockiert, setzen die Partie aber nach Absprache mit Turnierleitung und Schiedsrichter fort. Die Gangart wurde in der Folge zunehmend physischer. Mehrfach ermahnten die Schiedrichter einzelne Mainzer Spieler, weniger körperbetont zu spielen und ahndeten mehrere Aktionen der Warriors mit Flaggen wegen unnötiger Härte. Nach einem heftigen Hit gegen Wanderers Receiver Christopher Hippmann, der danach am Boden liegend nach Luft rang, sahen sich die Schiedsrichter gezwungen, das Spiel zur Sicherheit aller Beteiligten abzubrechen. Die Turnierleitung wertete das Spiel als Sieg für die Wanderers.

Im Rematch mit den Lazy Brains im Finale kamen die Wanderers deutlich besser ins Spiel, als noch in der Vorrundenpartie gegen die Braunschweiger. Quarterback Benjamin Klever fand früh einen guten Rhythmus mit seinen Receivern. Besonders Centerspieler Maxime Bürger konnte sich wiederholt mit Routen über die Mitte freilaufen. Die Walldorfer Verteidigung zeigte sich nach einigen personellen Veränderungen konstanter gegen die physischen, aber dennoch flinken Receiver der Lazy Brains. „Wir haben nach den Erfahrungen aus der Vorrundenbegegnung nach besseren Matchups gesucht und deshalb mit größerem Personal in der Verteidigung gespielt“, erklärte Coach Carsten. Der Plan ging auf und der erste Erfolg im ersten Turnier des Jahres 2014 war für die Wanderers perfekt.

 

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