Das neue Jahr ist da und die Wanderers greifen wieder an! In der langen Winterpause zehrte das Team vom erfolgreichen Pink Bowl in Den Haag, aber jetzt stehen endlich neue Aufgaben an: In zwei Wochen geht es zum Snow Bowl nach Ilmenau. Das Turnier ist wieder hochkarätig besetzt und verspricht, ein guter Start ins Flagfootball-Jahr 2015 zu werden. Es folgen weitere Hallenturniere und die Deutsche Indoor Meisterschaft bevor der Champions Bowl im Mai zum ersten Mal in Walldorf gastiert. Kurz danach folgt dann auch schon Big Bowl IX im Juni. Bei all diesen Höhepunkten wird jedoch ein wichtiger Teil der Wanderers Offense nicht mehr dabei sein.

IMG_2843~2Auf dem Weg zum First Down: Sebastian Schütt. Hier bei der Deutschen Hallenmeisterschaft 2013. Damals mit der Nummer 47, statt seiner 10.

Wide Receiver Sebastian Schütt hat das Team aus beruflichen Gründen im Herbst in Richtung Norddeutschland verlassen. Schütt, der knapp drei Jahre lang hervorragenden Flagfootball in Walldorf spielte, bescherte den Wanderers im vergangenen Jahr ein besonderes Highlight, wie Bericht zur Deutschen Hallenmeisterschaft zu lesen ist:

„Dann der erste Schockmoment für Walldorf: Klever versucht unter Druck im Lauf nach rechts einen Pass auf Receiver Christopher Hippmann anzubringen. Aber Hufer springt dazwischen und trägt den Ball in die Endzone. 24-13 für Kelkheim. Der Walldorfer Quarterback ist angezählt – so könnte man denken. Doch tatsächlich zählt er selbst nur die wenigen Sekunden, die ihm bleiben, um sein Team vor der Halbzeit wieder ins Spiel zu bringen. Und tatsächlich: Im seitwärts Rennen hievt er einen Pass über das ganze Feld in die Arme von Sebastian Schütt, der in die Endzone rennt. Mit Extrapunkt steht es nur noch 24-20 für Kelkheim.“

bastiDer Ausgang ist bekannt. Die Wanderers holten im vergangenen Jahr nach langer Pause den Hallentitel zurück nach Walldorf. Für Sebastian Schütt (Foto rechts) war es einer der schönsten Momente seiner Wanderers-Karriere. Wobei es für ihn viele schöne Erinnerungen an die Wanderers gibt: „Einen besten Moment zu finden ist gar nicht so leicht. Was meine eigene Leistung angeht, denke ich am ehesten an die Hallenmeisterschaft 2014, wo ich im Finale drei Touchdowns für uns erzielen konnte. Aber die zwei Big Bowls waren natürlich absolute Highlights und das Turnier in Ilmenau fand ich auch ganz groß, weil wir da die hervorragenden Anpassungen von Coach Carsten umsetzen konnten und richtig schön zusammengespielt haben.“

Ein großes Lob für den Trainer, der die Anerkennung nur zurückgeben kann: „Basti hat sich sofort in das Team integriert. Es hat sich direkt so angefühlt, als wäre er schon Jahre dabei. Auch sportlich konnte er, besonders durch seine Vielseitigkeit, den Wanderers auf Anhieb weiterhelfen. In der Offense hatte er sich bereits nach kürzester Zeit seine Startingposition gesichert. Durch seine Tackle – Erfahrung könnte er aber auch in der Defense aushelfen.“ Es wird schwer, die Leistung von Sebastian Schütt zu ersetzen. Das weiß auch der Coach: „Seinen Verlust können wir nur gemeinsam auffangen und unseren neueren, jüngeren Spielern helfen, sich weiter so gut zu entwickeln, um sich in die Starting Formation der ersten Mannschaft zu spielen.“

Was wird Schütt am meisten vermissen? „Auf Turniere zu fahren und im Finale die Lizzards zu besiegen.“ Gute Antwort! Die Wanderers wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass er mal wieder in Walldorf vorbeischaut.

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