2015


Mit dem traditionellen Adventsbowl in der TGS-Sporthalle haben die Wanderers das Flagfootballjahr im heimischen Walldorf beendet. Dabei gaben die Wanderers Ladies ihr Debut und starteten zum ersten Mal offiziell als Frauen-Team in ein Turnier. Es war zudem das erste Mal in der Geschichte der Wanderers, dass drei Walldorfer Teams für ein Turnier melden konnten. Denn auch für die zweite Mannschaft der Wanderers war der Adventsbowl nochmal eine gute Gelegenheit, Spielpraxis zu sammeln. Ohne einige Leistungsträger und Coach Carsten erreichte das erste Team einen versöhnlichen dritten Platz und musste sich an diesem Tag lediglich den Mainz Legionaries geschlagen geben. Die Mainzer gewannen am Ende das Finale gegen die Wiesbaden Phantoms Allstars knapp mit 20:19. Für die Wanderers heißt es nun, die kurze spielfreie Zeit zu nutzen. Denn das Flag-Jahr 2016 startet bereits am 9. Januar mit dem Snow Bowl in Ilmenau.

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Wichtiger Schritt: Erstes Turnier für die Ladies

Die Wanderers Ladies haben am Samstag einen wichtigen Schritt in der Entwicklung ihres Teams gemacht. Obwohl sie weiterhin mit nur sechs Spielerinnen antreten können, starteten sie beim Adventsbowl in ihr erstes Turnier als Frauen-Team. „Wir haben uns in der Offense eigene Spielzüge zusammengestellt“, berichtete Sophia Böhmer. Man setze vor allem auf kurze Pässe und den einen oder anderen trickreichen Spielzug. Das eine oder andere gucken sich die Walldorfer Mädels aber bereits von anderen Teams ab. Genau wegen solcher Erfahrungen war der erste Turniereinsatz für das junge Team so wichtig. Bis sich die harte Arbeit auch im Ergebnis niederschlägt, wird es aber noch etwas dauern. Die Ladies konnten kein Spiel gewinnen und landeten auf dem letzten Platz. Sophia Böhmer sah aber vor allem das Positive: „Einen Touchdown haben wir gemacht!“ Mit einem Augenzwinkern fügte sie hinzu: „Und wäre der Schiedsrichter nicht so kleinlich gewesen, hätten es sogar zwei sein können.“ Nun heißt es für die Mädels vor allem, weiter Mitspielerinnen zu finden. Dass sie deutlich zu wenige sind, zeigte sich bereits am Samstag: Auf eine Spielerin mussten die Ladies komplett verzichten und eine weitere war gesundheitlich angeschlagen. Bei einem so dünnen Kader ist dann schnell die Turnierteilnahme in Gefahr.

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Im Huddle: Die zweite Mannschaft der Wanderers

Auch die zweite Mannschaft der Wanderers sucht weiter ihren Rhythmus. Schwankende Spielerzahlen haben in der Vergangenheit immer wieder Turnierteilnahmen verhindert. Das soll in Zukunft anders werden. Auch das zweite Team soll fortan regelmäßig zu Turnieren fahren. Der Adventsbowl war aber immerhin das vierte Turnier des Teams im Jahr 2015. Am Ende stand zwar der vorletzte Platz, aber mittlerweile hat sich ein fester Spielerkern auch im zweiten Team der Wanderers etabliert. Das lässt hoffnungsvoll auf das Jahr 2016 blicken.

Mit ihrer ersten Mannschaft mussten sich die Wanderers am Samstag nur einmal geschlagen geben. Gegen die Mainz Legionaries zogen sie knapp den kürzeren. Diese Niederlage genügte jedoch, um alle Finalchancen zunichte zu machen. Denn nur mit einer Niederlage der Mainzer gegen Bad Homburg hätten die Wanderers über den direkten Vergleich noch an den Legionaries vorbeiziehen können. Doch auch die Bad Homburger konnten die Mainzer nicht bezwingen und so blieb für die Wanderers nur das Spiel um Platz drei. Dort besiegten sie dann souverän die Badener Greifs und sicherten sich einen Platz auf dem Treppchen.

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Champions again! Die Walldorf Wanderers haben die German Flag Open 2015 gewonnen. Die Walldorfer sicherten sich nach 2008, 2009, 2012 und 2013 ihren fünften Titel in diesem Wettbewerb. Im Finale, das im Stadion des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks ausgetragen wurde, kam es einmal mehr zum „El Clasico“ des deutschen Flagfootball. Wie so oft hieß es Kelkheim Lizzards gegen Walldorf Wanderers im Kampf um den Titel. Mit einer souveränen Leistung setzten die Wanderers mit einem nie gefährdeten 27-13-Finalerfolg einer überzeugenden Turnierleistung die Krone auf. Zuvor konnten sie alle ihre Spiele an diesem Tag gewinnen und hielten dabei drei Teams, darunter die Titelverteidiger aus Lübeck, punktlos. Damit geht für die Wanderers eine erfolgreiche Outdoor-Saison mit Turniersiegen in Wiesbaden, Kelkheim und Berlin zuende.

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Titel-Jubel: Die Wanderers sind wieder Deutscher Meister.

„So sehen Sieger aus, schalalalala“, sangen die tanzenden Wanderers nach ihrem Sieg gegen die Lizzards. Wenige Stunden bevor die Pyro-Technik für den German Bowl zündete, hatten die Wanderers auf dem Feld im Stadion des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks bereits ein Feuerwerk abgefackelt. Denn die Wanderers-Offense legte im Finale der German Flag Open los wie eine Rakete. Der erste Drive brachte direkt einen Touchdown. Nachdem die Defense danach halten konnte, legte die Mannen um Quarterback Benjamin Klever direkt nach und bauten die Führung auf zwei Scores aus. Der folgende Stop der Walldorfer Verteidigung fühlte sich bereits wie eine Vorentscheidung an. In dieser Phase wirkte der Kelkheimer Angriff ohne Rhythmus, auch weil Lizzards Quarterback Andreas Hufer mit einer Handverletzung kämpfte und seine Pässe nicht die gewohnte Präzision hatten. In der zweiten Hälfte wechselten die Kelkheimer auf der Quarterback-Position und konnten noch zwei Touchdowns erzielen. Doch die Wanderers ließen sich nicht beirren, legten selbst noch zwei Touchdowns nach und fingen durch Peter „Der Lehrer“ Rehfeld einen Pass ab. Endstand 27-13 Wanderers.

„Wir haben heute eine großartige Teamleistung abgeliefert und uns während des gesamten Turniers keine Schwächephasen erlaubt“, fasste Coach Carsten, der die Open nun zweimal als Spieler und zweimal als Coach gewonnen hat, den Tag zusammen. Besonders in den Playoffs überzeugte die Defense. „Wir haben in Viertel- und Halbfinale keine Punkte zugelassen und mit den Lübeckern eine der stärksten Offenses des Turniers neutralisiert.“ Den Walldorfern kam dabei zugute, dass sie ihren besten Safety Julian Klitsch doch noch kurzfristig für das Turnier aktivieren konnten. Nachdem er zuletzt einige Zeit nicht trainieren konnte, war sein Einsatz fraglich gewesen. Doch auch ohne Training spielte die Walldorfer Nummer 9 auf gewohnt hohem Niveau und Klitsch krönte seine Leistung im Finale mit der Auszeichnung zum Defense-MVP. Auch Safety Vasili Kartselos stellte seine Härte und Vielseitigkeit unter Beweis: Nur eine Woche nach seiner Knieverletzung in Den Haag spielte er die kompletten Open auf der Corner-Position durch.

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El Clasico: Im Finale standen sich wiedermal die
Kelkheim Lizzards und die Walldorf Wanderers gegenüber.

Damit liegt eine der intensivsten Phasen der Teamgeschichte nun hinter den Wanderers: Drei Turniere in fünf Wochen mit über 2000 Reisekilometern waren definitiv eine Herausforderung. Für die Nationalspieler Benjamin Klever, Vasili Kartselos, Christopher Hippmann und Fabian Achenbach kam noch die Europameisterschaft in Madrid hinzu. Sie hatten also in den letzten fünf Wochen nur an einem Wochenende Pause. Trotz der Belastung können sich die Resultate sehen lassen: Turniersiege in Berlin und Wiesbaden sowie ein zweiter Platz in Den Haag sind eine tolle Bilanz. Hinzu kommt der hervorragende dritte Platz der Nationalmannschaft bei der EM, an dem die Wanderers-Spieler einen großen Anteil hatten. Die kommenden Wochen und Monate werden die Wanderers vor allem dazu nutzen, wieder fit zu werden. Denn der Turnier-Marathon hat deutliche Spuren hinterlassen: Andreas Schneider (Bänderabriss im Fußgelenk), Fabian Achenbach (Schlüsselbeinbruch), Chrisopher Hippmann (ausgekugelte Schulter) und Vasili Kartselos (Bänderverletzung im Knie) müssen Verletzungen auskurieren. Bis zum Start in die Hallensaison wartet ein hartes Stück Trainingsarbeit auf alle Wanderers.

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Die Wanderers sind bei Turnieren meistens auf den vorderen Plätzen zu finden. Nur bei Frauen-Wettbewerben sucht man die Walldorfer bislang vergebens. Das könnte sich bald ändern. Denn mittlerweile greifen fünf Ladies in Orange ins Spielgeschehen ein. Anina Hofmann, Sharina Becker, Sophia Böhmer und die Schwestern Kathrin und Laura Eichenauer sind mittlerweile eine feste Größe in der zweiten Mannschaft und waren zuletzt in Den Haag auch im Line-up des ersten Teams zu finden. Das Ziel der Wanderers ist der Aufbau einer schlagkräftigen Frauen-Mannschaft. Ein halbes Team haben sie bereits. Bis zum Big Bowl im kommenden Jahr soll auch die andere Hälfte stehen. Dann wollen die Wanderers Ladies die Frauen-Competition ordentlich aufmischen. Interessierte Spielerinnen können im Sommer immer montags und mittwochs um 19 Uhr zum Training auf dem TGS-Gelände an der Okrifteler Straße kommen. Im Winter geht es montags um 20 Uhr in die Halle in der Okrifteler Straße 79.

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Ladies in Orange: von links Sharina Becker, Kathrin Eichenauer, Anina Hofmann,
Sophia Böhmer und Laura Eichenauer.

 

In Den Haag konnten die fünf Mädels an einen erfolgreichen Sommer anknüpfen. Nach Testspielen bei Big Bowl IX und starker Trainingsleistung spielten beim Pink Bowl alle fünf in der ersten Mannschaft. Sharina Becker, Sophia Böhmer und Anina Hofmann in der Verteidigung, Kathrin und Laura Eichenauer im Angriff. Auch Coach Carsten sieht die Entwicklung der fünf Wanderers-Frauen positiv: „Alle sind regelmäßig im Training und verbessern sich kontinuierlich. Sie fangen die Bälle und ziehen die Flaggen immer sicherer.“ In Den Haag konnten die Fünf ihre Talente auch nochmal gegen weibliche Konkurrenz unter Beweis stellen. In Testspielen gegen die niederländischen Teams GZB und Hyenas gab es einen Sieg und eine Niederlage. Nachdem man gegen GZB mit 26:6 deutlich schlagen konnte, hatte man gegen die Hyenas mit 7:6 das Nachsehen. Nun geht die Suche nach neuen Mitspielerinnen weiter.

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Wieder waren die Wanderers beim Pink Bowl in Den Haag erst im Finale zu schlagen. Wie im vergangenen Jahr bei Pink Bowl I konnten sich die Walldorfer im Endspiel nicht gegen die Dutch Lions, das Nationalteam der Niederlande, durchsetzen. Trotzdem war es für das Team ein erfolgreiches Turnier. Man war mit einem maximal großen Kader angereist, um allen Spielern die Möglichkeit zu geben, internationale Erfahrung sammeln zu können. Dementsprechend groß war bis zum Halbfinale die Rotation in Offense und Defense. Der emotionalste Sieg kam im Halbfinale gegen die US-Soldaten von Team America. Mit nur einem Punkt setzten sich die Wanderers in letzter Sekunde durch. Der Sieg war jedoch teuer erkauft, da sich Vasili Kartselos mit einer Knieverletzung auf die lange Liste der Walldorfer Verletzten setze und im Finale nicht mehr spielen konnte. Sein Einsatz für die German Flag Open am kommenden Wochenende ist jedoch nicht in Gefahr und auch Coach Carsten wird in Berlin wieder an der Sideline patrouillieren. In Den Haag konnte er nicht dabei sein.

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„What time is it?“, schrie Team-Captain Benjamin Klever vor dem Spiel gegen Team America in die Runde seiner Mitspieler. Diese hatten sich Schulter an Schulter um ihn versammelt und hatten nur eine antwort für ihn: „GAMETIME!“ Voller Energie starteten die Wanderers dann auch in das Halbfinale gegen die US-Amerikaner. Die Walldorfer hatten den ersten Ballbesitz und arbeiteten sich schnell in Richtung Endzone. Dem guten Rhythmus setzten die Amerikaner jedoch ein jähes Ende, als sie einen Pass auf Christopher Hippmann abfingen. Die Defense machte gegen die ruppig und körperbetont spielenden Amis aber ihren Job und hielt auch deren Offense punktlos. Das ließ zumindest für kurze Zeit die Team-America-Sideline verstummen, die sonst immer versuchten, mit freundlichen Hinweisen und Anfeuern auf das Spielgeschehen Einfluss zu nehmen. Als den US-Boys dann wenig später doch ein Touchdown gelang, waren sich aber alle an der US-Sideline einig: „They can’t play with us. We eat ‚em up!!!“

Quarterback Benjamin Klever wollte sich dann aber kurz vor der Halbzeit doch nicht so einfach aufessen lassen und startete nach einer kurzen Ballübergabe an der Mittellinie zu Fuß in Richtung Endzone. Der Riese mit der schnellen Hüfte ließ die jungen Amis ziemlich alt aussehen und tanzte durch sie alle hindurch bis in die Endzone. Mit herausgestreckter Zunge blickte er in Richtung der abermals verstummten Seitenlinie der Amerikaner. Die hatten aber auf dem Feld mit ihrem schnellen Slot-Receiver eine passende Antwort: Nach einem schnellen Kurzpass tat er es Klever gleich und erreichte in nur einem Play haken-schlagend die Endzone. Halbzeitstand 12-6 für Team America.

Zu Beginn der zweiten Hälfte testeten die Amerikaner die Walldorfer Verteidigung mit einem tiefen Pass. Der kam nicht nur an, sondern der Receiver namens „Stamper“ schaffte es auch in die Endzone. Das wäre definitiv ein Touchdown gewesen hätte sich Stamper nicht seine Flagge bereits an der 5-Yard-Linie selbst gezogen. Diesen Fehler bestrafte Safety Vasili Kartselos sofort und fing den nächsten Pass in die Endzone ab. Nach einigen punktlosen Drives beider Teams kamen die Wanderers mit unter zwei Minuten zu spielen in Ballbesitz. Obwohl sie bei fast jedem Spielzug festgehalten wurden, fingen Christopher Hippman, Matthias Bieniek und Batuhan „Batu“ Bilgic in dieser Phase fast jeden Ball. Auch Vasili Kartselos brachte einen Schub in die Offense und hatte bis dahin schon mehrere wichtige Pässe gefangen. Dass er bei diesem Spiel auf beiden Seiten des Balls kämpfte, forderte jedoch Tribut und so setzte er den letzten Drive aus.

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Abends in der Stadt: Das Abendessen wurde wie im vergangenen Jahr
auf „der Treppe“ in der Fußgängerzone eingenommen.

 

Mit unter einer Minute zu spielen lag der Ball kurz hinter der Mittellinie. Bis dahin hatte Klever nur auf seine Hauptanspielstationen gepasst, was den linken Cornerback der Amerikaner in Tiefschlaf versetzt hatte. Kurzerhand schickte Klever, Jonathan Vorrath auf dieser Seite auf eine Stop-and-Go-Route. Wie erwartet biss der Cornerback hart auf die angetäuschte kurze Hook-Route und hatte dann keine Chance, zwischen den Ball und den in die Endzone enteilten Vorrath zu kommen. Touchdown! Den darauf folgenden Extrapunkt hielt Matthias Bieniek routiniert fest. 13-12 Wanderers. Die wenigen verbleibenden Sekunden reichten den Amerikanern dann nicht mehr zum Gegenschlag.

Das Finale ging dann deutlich und verdient 19-51 gegen die Dutch Lions verloren. Die ersatzgeschwächten Wanderers hatten den gut besetzten Niederländern nicht viel entgegenzusetzen. Mit dieser Niederlage riss eine Serie von 20 Siegen in Folge. Nun heißt es für die Wanderers, die Batterien wieder aufzuladen und nächste Woche bei den Flag Open in Berlin wieder anzugreifen.

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Zwei Turniersiege hintereinander. Zwei Rhein-Main-Bowl-Siege hintereinander. Die Wanderers haben bei Deutschlands ältestem Flag-Turnier am Samstag da weitergemacht, wo sie eine Woche zuvor beim Knower Bowl in Kelkheim aufgehört haben. Mit den 16 Siegen infolge während der beiden Turniere gelang es den Walldorfern, gleich zwei Titel zu verteidigen und eine teamrekordverdächtige Siegesserie zu starten. Überragend in der Offense war einmal mehr das Nationalmannschafts-Trio Benjamin Klever, Fabian Achenbach und Christopher Hippmann. Achenbach gelang mal wieder eine Team-MVP Performance. Für die drei geht es gemeinsam mit Safety Vasili Kartselos am kommenden Wochenende nach Madrid zu Flag-EM. Der Rest der Wanderers startet derweil die Vorbereitungen für die Auswärtsfahrten nach Den Haag und Berlin, die im Oktober anstehen.

Er fängt Touchdowns. Er fängt Interceptions. Er wirft Extrapunkte. Warum auch noch Werfen? Weil er es kann! Fabian „Fabi“ Achenbach gelang beim Walldorfer Triumph in Wiesbaden fast alles . „Nur sein Pass auf mich beim Extrapunkt war eindeutig zu tief“, sagte Quarterback Benjamin Klever mit einem Augenzwinkern. Fabis Einsatz in Offense und Defense war in den Playoff-Spielen gegen die Lalo Greyhounds und Mainz Legionaries aber auch dringend nötig gewesen.

Im Halbfinale verlangten die Greyhounds den Wanderers alles ab und waren bis in die zweite Hälfte dicht dran. Erst eine Interception von Vasili Kartselos bei einem tiefen Pass über die Mitte brachte den Walldorfern einen entscheidenden Vorsprung. Denn nur wenige Plays später fand Klever den flinken Christopher Hippmann in der Endzone, der das Leder im Rückwärtsfallen über den ausgestreckten Armen des Verteidigers an sich riss. Auf dem nächsten Drive versuchten es die Greyhounds abermals mit einem tiefen Pass. Diesmal über Fabi. Tatsächlich ließ der Receiver Walldorfs Nummer 21 hinter sich. Doch Fabi hatte noch einen Trick auf Lager: Während er rückwärts fiel, streckte er seinen rechten Arm in die Höhe und ihm reichte eine Pranke, um das Ei vor den enttäuschten Augen des Receivers aus der Luft zu flücken. Die Rufe von der Walldorfer Sideline quittierte Fabi mit einem diebischen Grinsen. Für den Rest des Spiels ging es in Cruise-Control zu einem 34:13-Sieg.

Im Finale warteten dann die Mainz Legionaries, die wiedereinmal ein hervorragendes Spiel gegen die Wanderers machten. Es stand 7:7 in der ersten Hälfte als der Ball vom Fuß eines Mainzer Verteidigers in die Arme seines Mitspielers trudelte. Der Schiedsrichter gab die Interception und plötzlich hatten die Legionaries ein kurzes Feld, um in Führung zu gehen. Da sie in der zweiten Hälfte auch als Erste den Ball bekommen würden, wäre ein Touchdown in dieser Situation eine kleine Vorentscheidung. Doch der Defense gelang es mit vereinten Kräften, die Mainzer nicht scoren zu lassen. Die Offense der Wanderers ließ sich danach nicht mehr aufhalten und so war beim Endstand von 28:14 für Walldorf die Titelverteidigung perfekt.

Das zweite Team der Wanderers konnte keines seiner Vorrundenspiele gewinnen, zeigte sich aber deutlich verbessert im Vergleich zum letzten Auftreten bei BIG BOWL IX. Am Ende gelang sogar mit einem Sieg gegen die Darmstadt Diamonds ein versöhnlicher Abschluss des Turniers.

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Ein Sieg zum Schluss für die Wanderers II: 
Sharina Becker, Joshua Kreuzer und Laura Eichenauer mit dem Pokal.

Für Coach Carsten, der mit geschicktem Clock-Management die Spiele in den Playoffs maßgeblich beeinflusst hatte, blieben am Ende nur ähnliche Worte zu sagen wie bereits eine Woche zuvor in Kelkheim: „Das war eine sehr starke Leistung besonders in den Playoffs. Die Offense hatte fast keine Drops und hat ein fast perfektes Spiel gemacht.“ Im Finale war es dennoch ein Teamsieg: „Hätte die Defense nach der Interception der Mainzer nicht gehalten, hätte das der Neckbreaker sein können. Auch der Stopp am Ende war entscheidend, um das Spiel nach Hause zu bringen.“ Über den starken Teamzusammenhalt wurde also mal wieder ein großartiger Turniersieg möglich. Bleibt zu hoffen, dass die Wanderers-Nationalspieler davon etwas mit nach Spanien nehmen können, um Team Germany den entscheidenden Kick für eine erfolgreiche EM zu geben. Alle restlichen Wanderers wünschen es ihnen auf jeden Fall!

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