Die TGS-Flagfootballer veranstalteten am Wochenende die vierte Auflage des „Gundbach Bowl“. Den Namen bekam dieses ureigenste Turnier der Spieler aus der Doppelstadt in Anlehnung an die alte Wirkungsstädte aus Zeiten, in denen man noch nicht die Sportanlage der TGS nutzen konnte.

Aus diesem Grund spielten die Walldorf Wanderers, die wie so oft mit 2 Teams antraten, zum ersten (und wohl auch letzten mal) mit einer „Gundbach-Mannschaft“: mit dabei waren alle Spieler, die schon zu den Wanderers gehörten, bevor man sich im Juni 2004 der großen Sportfamilie der TGS anschloss. Die zweite Walldorfer Mannschaft bestand ihrerseits aus der Garde jüngerer Spieler, die bereits seit längerem in die erste, bzw. zweite Mannschaft voll integriert sind.

Dieses junge Team spielte sich locker ins Halbfinale, wo es auf die Wiesbaden Phantoms traf. Die Wiesbadener, ein erfahrenes Tackel- und Flagfootball-Team das vor 2 Wochen noch Veranstalter des traditionellen Rhein-Main-Bowl war, unterlagen dem starken Walldorfer Nachwuchs mit 6:21. Mit Benjamin Klever und Daniel Cezanne (beide 17 Jahre) waren 2 der 3 Walldorfer Flagfootball-Nationalspieler am Start, die noch vor einem Monat für Deutschland die Vizeeuropameisterschaft erreichten. Der dritte Nationalspieler Carsten Wolf (30 Jahre) konnte leider bei diesem Turnier ausnahmsweise nicht teilnehmen.

In dieser Gruppe befand sich auch das Frauenteam TGS BLUE MIX, welches bereits sein zweites Turnier bestritt. Die Spielerinnen setzten sich aus drei verschiedenen Mannschaften zusammen: den Stuttgart Scorpions, Grüneburg Packers und Walldorf Wanderers. Da es bislang leider nur eine einzige reine Frauenmannschaft in Deutschland gibt und die weiblichen Spielerinnen ausnahmslos in fast reinen Männerteams mitspielen, ist diese „Mix“-Mannschaft eine schöne Gelegenheit als Frauenteam zusammenzuwachsen. Und sie schlugen sich besser als gemeinhin erwartet: in jedem Spiel erkämpften sie sich einen Touchdown, der ihnen in keinem der Fälle geschenkt wurde. Flagfootball ist schon längst keine reine „Fun“-Sportart mehr, sondern immer öfter ein Leistungssport. Am Ende belegten sie den 6. Platz!

Die Walldorf „Gundbach“ Wanderers ihrerseits gewannen die ersten drei Spiele ebenso souverän, wobei die Taunus Titans sich als stärker als gewohnt darstellten, wie ihre etwas jüngeren Kollegen und trafen im Halbfinale auf den amtierenden Deutschen Meister Kelkheim Lizzards. Mittlerweile holte sie allerdings geradezu unglaubliches Pech ein, denn mit Thomas Eder und Thomas Wilker fielen nicht nur die bis dahin effektivsten Receiver verletzt aus, sondern Quarterback Bernd Jung musste ebenfalls gleich zu Beginn der Begegnung die Segel vorläufig streichen. Doch Ersatzmann Jörg Peters machte seine Sache gut und das Spiel konnte in der zweiten Verlängerung durch einen Touchdown von Taemoor Kang knapp mit 19:13 gewonnen werden.

Im Finale war das Spiel bis zur letzten Angriffssequenz der Wanderers offen. Erst als Jung’s Pass beim vierten (und letzten) Versuch von einem Verteidiger abgefälscht werden konnte, war das Spiel entschieden. Mit 14:6 gewannen die ehrgeizigen Jungspieler das Turnier.

In drei Wochen treten die Walldorfer in Königslutter (bei Hannover) zum ersten Hallenturnier der Saison an, dann aber wieder in der gewohnten Formation der 1. Mannschaft, in der keine Rücksicht auf das Alter genommen wird und beide Generationen zusammen eine der zwei stärksten Formationen Deutschlands bilden.

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