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Herzschlagfinale. Verletzungen. Große Rückstände. Ein Quarterback der Defense spielt. Ein Hail-Mary-Pass. Viele Hindernisse waren zu überwinden und kreative Lösungen zu finden, aber die Walldorf Wanderers haben ihren Titel in der Deutschen Flagfootball Liga (DFFL) verteidigt. Auf ihrem heimischen TGS-Sportplatz schlugen sie ihre Rivalen Kelkheim Lizzards erneut denkbar knapp. 38-35 zeigt der Score am Ende nachdem die Walldorfer anfangs einem 0-14-Rückstand hinterher laufen mussten. Nur als Neunter in der Gesamttabelle waren die Wanderers in den Finaltag eingezogen. Davon ließen sie sich aber nicht irritieren und zeigten am wichtigsten Tag der Saison die nötige mentale Stärke, um die Meister-Schale ein weiteres Jahr nach Walldorf zu holen.

Die Ausgangslage

Die Walldorfer humpelten in diesen Finalspieltag. Anders als im vergangenen Jahr, wo man mit einem fast vollen Kader und einem Turniersieg in Wiesbaden im Rücken ins DFFL-Finale starten konnte, war die Vorbereitung in diesem Jahr schwieriger. Zu den Verletzungen von Tim Hochstein und Chris Hippmann kamen die Abwesenheit von Andreas Schneider, Vasili Kartselos (bis zum Viertelfinale) aus persönlichen Gründen hinzu. Zudem mussten die Wanderers in den ersten Spielen verletzungsbedingt auf Marian Becker verzichten. Coach Carsten hatte also zusammen mit Team-Manager Benjamin Klever alle Hände voll zu tun, die Lücken zu schließen. Durch die tolle Entwicklung der DFFL in diesem Jahr war außerdem das Starterfeld deutlich stärker als noch im Finale 2016. Zu Gute kam den Wanderers die Fitness und Stärke ihrer Nationalspieler Achenbach, Bieniek, Kartselos und Klever, die gerade erst von der Europameisterschaft zurückgekehrt und dementsprechend gut im Rhythmus waren.

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Das Ergebnis

Titel verteidigt. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Aber der Weg dahin war einerseits erwartet steinig, andererseits haben es sich die Wanderers das Leben öfters selbst unnötig schwer gemacht. Besonders der Start in das Turnier war kein Ruhmesblatt. Das wichtigste an diesem Tag war die mentale Stärke des Teams. Egal wie tief die Löcher waren, in die es sich mehrfach eingegraben hatte: Alle blieben ruhig und kletterten gemeinsam wieder heraus. Besonderen Antrieb gab dabei, wie man es vom Wanderers-Captain kennt, Benjamin Klever, der seine Mitspieler mit viel Energie antrieb. Auch wenn dies bedeutete, selbst als Verteidiger auf dem Platz zu stehen. Die Balance zu Klevers Hochspannung gab Coach Carsten als Ruhepol, der wiedereinmal sein gutes Auge für die richtige Lösungen in schwierigen Situationen unter Beweis stellte. Somit ist es am Ende das optimale Ergebnis. Ein Ergebnis, das den Wanderers auch das Ticket zum Champions Bowl 2018 löst.

Die entscheidenden Momente

Die Hoffnungen der Wanderers trieben bewusstlos im Wasser, als im Viertelfinale gegen München nichts zusammenlief. Besonders in der Verteidigung wirkte der Titelverteidiger hilflos. Dann kam Benjamin Klever als Safety auf das Feld und stabilisierte seine Seite. Auf der anderen Seite patrouillierte weiter Marathon-Mann Fabian Achenbach. Die Münchener versuchten es dann mit einigen Pässen über die Mitte. Einen davon pflückte Jonathan Vorrath, später schnappte sich Phil Saalbach einen weiteren. Am Ende überlebten die Wanderers den Thriller gegen München mit 47-40. Fleißig selbst in den Fuß schossen sich die Wanderers dann erneut im Finale. Verteidigung Marke Scheunentor erlaubte 14 Punkte in folge und die Offense steuerte eine Interception zum Fehlstart bei. Bei der Ehre gepackt gingen beide Mannschaftsteile dann zu Werke. Erst eilte Fabian Achenbach an der allen Verteidigern vorbei und fing mutterseelenallein einen Lob-Pass von Benjamin Klever in der Endzone. Dann überraschte Jonathan Vorrath seinen Gegenspieler und fing einen kurzen Pass ab, worauf die Walldorfer Offense abermals punktete. Damit waren die Wanderers zurück im Spiel.

Der Aufreger des Spieltags

Spät im Halbfinale gegen die Forcke Legends stieg Receiver Rik Oppermann in der Endzone in die Höhe, um einen weiteren Touchdown für Walldorf zu sichern. Zwei Verteidiger nahmen Kontakt auf und Oppermann schleuderte unkontrolliert zu Boden. Er landete auf seiner linken Schulter und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Die spätere Untersuchung im Krankenhaus zeigte ein gebrochenes Schlüsselbein. Gute Besserung, Rik!

Der verrückteste Spielzug

Kurz vor der Halbzeit im Halbfinale blieben nur wenige Sekunden für die Walldorfer Offense auf der Uhr. Der Ball lag an der Fünf-Yard-Linie und es war somit noch das gesamte Feld zu überbrücken. Klever sagte einen langen Pass in die Endzone an. Receiver Marian Becker gab den Hinweis: „Ich warte auf den Abpraller.“ Dann der Snap. Um Zeit zu gewinnen bis seine Receiver die gegnerische Endzone erreichten, lief Klever rückwärts in die eigene Endzone. Noch ein Blick zurück, um sicher zu gehen, dass er nicht hinter ins Aus tritt. Dann ließ er den tiefen Pass los. Zwar war es dann nicht Marian Becker, sondern Matthias Bieniek, der den Ball fing, aber die Vorhersage eines Abpraller blieb dennoch korrekt.

Der beste Wanderer

Receiver. Safety. Auch mal Blitzer. Manche Spieler haben eigentlich keine Position, sie sind einfach Footballspieler. Das gilt für keinen mehr als für Fabian Achenbach. Auch am DFFL-Finaltag rief er wieder eine Marathon-Leistung ab, spielte in Angriff und Verteidigung bis auf wenige Snaps durch. Dabei fing er Touchdowns genauso gerne wie Interceptions, obwohl ihn mehrere Verletzungen plagten. Im Angriff ist Fabi wie ein Späti in Berlin: Einfach immer offen.

Und sonst?

Teilzeitkraft des Tages ist Vasili Kartselos. Arbeitsbedingt erst zur zweiten Hälfte des Viertelfinales gegen München angereist, zeigte er sofort seine Klasse: Mit einem Sack beendete er das Spiel. Im Finale verstärkte er dann die Defense auf seiner Safety-Position und half nach Rik Oppermanns Verletzung in der Offense aus.

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Letztes Jahr noch im Trainingslager der Denver Broncos, diesen Sommer auf dem Rasen der TGS Walldorf – in seiner Football-Karriere hat John Tidwell schon einige Kilometer zurückgelegt. Am Mittwoch führte ihn seine Reise ins Training der Walldorf Wanderers. Derzeit spielt er bei den Footballern der Frankfurt Universe und war mit seinen Team-Kollegen David Giron, Silas Nacita (sein Vlog vom Training: Youtube), Sebastian Silva Gomez und Jaleel Awini zu Gast bei den Wanderers, um den Flagfootballern Tipps für bessere Technik und besseres Training zu geben. Die Besuche der Universe-Profis sind im dritten Jahr fast schon Tradition. Coach Carsten hat einen guten Draht zu den „Men in Purple“ und macht diese Trainings-Einheiten möglich. Für die Wanderers war es eine willkommene Gelegenheit im Endspurt der Saison der Deutschen Flag Football Liga (DFFL) nochmal eine Schippe drauf zu legen. Sechs Punkte sicherten sie sich am vergangenen Wochenende auf eigenem Platz. Nun steht noch ein Spieltag in Mainz an bevor der Einzug ins Finale unter Dach und Fach ist.

John Tidwell spielt in der Verteidigung als Cornerback. Nachdem er es bei den Denver Broncos 2016 ganz knapp am Ende des Trainingslagers nicht ins Team geschafft hatte, war es für ihn an der Zeit, sich neu zu orientieren. „Meine Großeltern wohnen in Maintal und haben mich noch nie spielen sehen“, erzählt er. Da kam das Angebot der Frankfurt Universe gerade recht. Den Wanderers zeigte er vor allem neue Techniken in der Mann-Deckung. „Das Wichtigste ist, immer vor dem Receiver zu bleiben und seine Bewegungen zu lesen“, erklärt Tidwell. Die Sache mit dem Ball komme dann fast von selbst.

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Hoch in der Luft: John Tidwell bei der Arbeit.
Foto: Carsten Wolf Photography

Für die Receiver der Walldorfer hatten sich die Universe-Passempfänger David Giron und Silas Nacita ein Programm einfallen lassen. „Routen richtig laufen steht vor dem Ball fangen. Wenn du die Route falsch läufst, stehen die Chancen auf einen Catch schlecht“, erklärt David Giron. Dabei sei es wichtig, konstant an den kleinen Dingen zu arbeiten. „Das muss dann vielleicht auch mal vor dem Training oder zu Hause sein“, ergänzt Silas Nacita und sagt mit einem Grinsen: „Es geht auch auf dem Weg zur Arbeit: Einfach in der U-Bahn zig-zag durch die Menschen laufen.“ Mit der richtigen Technik natürlich. Damit nach der richtigen Route des Receivers auch ein fangbarer Ball bei ihm ankommt, muss auch der Quarterback einiges richtig machen. Universe-Quarterback Jaleel Awini kann davon ein Lied singen und gab sein Wissen gerne an die werfende Zunft der Wanderers weiter. „Es geht mit der richtigen Stellung der Füße los und hört mit dem perfekten Zeitpunkt zum Loslassen des Balls auf“, sagt er.

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Im Training: Die Defense folgt den Anweisungen der Profis

Nach den Einzelübungen der verschiedenen Positionen ging es in 1-gegen-1-Situationen. Angefeuert von den Profis versuchten sicher Wanderers-Angreifer und -Verteidiger mit dem neu erlernten Wissen zu übertrumphen. Dabei liefen die Receiver ihre Routen und die Verteidiger versuchten sie am Ballfangen zu hindern. Das gleiche war danach im kurzen Trainingsspiel der Fall. Zum Abschluss ließen alle zusammen den Trainingstag bei leckerer Pizza ausklingen.

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Im Stadion: Coach Carsten mit John Tidwell nach einem Universe-Spiel.
Foto: Carsten Wolf Photography

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Mit einer Rumpftruppe haben die Wanderers am vergangenen Wochenende 6 Punkte in der Deutschen Flag Football Liga (DFFL) eingefahren. In Esslingen reichte ein Sieg in der Vorrunde gegen die Nürnberg Rams, um als bester Gruppenzweiter in das Halbfinale einzuziehen. Dort unterlag man dann gegen die Mainz Legionaries, die den Spieltag am Ende auch gewannen. Vorbildlich war die Organisation des Spieltags durch die Esslingen Racoons. Neben Pavillions für alle Teams gabe es Verpflegungs-Tüten und ein reichhaltiges Grill- und Kuchenbuffet.

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Die Walldorf Wanderers werden auch in diesem Jahr das Finale der 5er Deutschen Flag Football Liga (5er DFFL) ausrichten. Kurz vor BIG BOWL XI, Europas größtem Flag Football Turnier, erreichte die Wanderers die frohe Botschaft vom American Football Verband Deutschland (AFVD). Walldorf wird somit den Final-Spieltag auch in der zweiten Saison seit Gründung der Liga ausrichten. 2016 gelang den Wanderers auf eigenem Platz der Titelgewinn. Diesen Schwung wollen sie auch in die zweite Auflage des Turniers mitnehmen.

dffl_logo2„Wir freuen uns über die Möglichkeit, dieses tolle Event erneut ausrichten zu dürfen“, sagte Benjamin Klever, 1. Vorsitzende der Abteilung Flag Football in der TGS Walldorf 1896 e.V. und gleichzeitig Team-Kapitän. „Herzlichen Glückwunsch an die Walldorf Wanderers für den Zuschlag seitens des AFVD-Präsidiums. Wir wünschen viel Erfolg bei der Ausrichtung“, sagte der AFVD-Präsident Robert Huber.

Gespielt wird auf der Anlage der TGS Walldorf an der Okrifteler Straße am Samstag, 23. September. Es qualifizieren sich die ersten der vier regionalen Gruppen der 5er DFFL sowie weitere Teams aus den Top 12 der Liga.

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Die Walldorf Wanderers haben in der 5er Deutsche Flag Football Liga – DFFL die nächsten Punkte eingefahren. Mit einer Rumpftruppe holten sie Platz 4 und 9 Punkte beim Spieltag am vergangenen Samstag in Frankfurt. Dem Team einen Schub gaben dabei die Veteranen Bernd Jung und Olivier Kemeny. Sie feierten bei diesem Spieltag  ihr Comeback.

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